Die Geschichte des Weser Labels

Über 40 Jahre für Fun-Punk – Auferstanden in den Trümmern der Punkrock-Bewegung erlebte das Weser Label eine Achterbahnfahrt aus Erfolgen, Zufällen, Chartplatzierungen ,Skandalen, Pleiten und Neuausrichtungen.

Doch auch nach mehr als 40 Jahren, lebt das Weser Label durch Fabsis Liebe zum Fun-Punk, zur Livemusik und verrückten Ideen. Oktober 1982 – Die neugegründeten Mimmi’s suchen für ihre erste Single „Deutscher Meister wird nur der SVW“ eine Plattenfirma. Das Interesse in Deutschland an Fun-Punk? Nicht vorhanden. Eine Hymne für den SV Werder Bremen? Braucht kein Mensch. Fabsi, Sänger der neuen Band und ehemaliger Schlagzeuger bei ZK, kratzt trotzdem alle seine Ersparnisse zusammen und entscheidet sich, die Vinyl-Single auf eigene Faust pressen zu lassen. Doch was soll eigentlich auf dem Label-Etikett stehen? Fabsi, damals frisch nach Bremen gezogen, ist pragmatisch und benennt das Label nach dem Fluss der Hansestadt: Weser Label.

Im Februar 1983 erobert Werder Bremen den zweiten Platz der Fußball Bundesliga. Jörg Sonntag vom Fernsehsender Radio Bremen nutzt die Gunst der Stunde und organisiert den ersten Mimmi’s Videodreh über die Bremer Lokalsendung „Buten und Binnen“. Wie es das Schicksal will, wird das Video nach einem Fußball-Länderspiel deutschlandweit genau in dieser Sendung ausgestrahlt. Wenig später singt ganz Bremen: „Deutscher Meister wird nur der SVW“.

Die Mimmi´s - Deutscher Meister wird der SVW
Die erste Veröffentlichung des Weser Labels: Deutscher Meister wird der SVW.

Dank des Rückenwinds der Fußballfans wird Nikel Pallat, Bremens Vertreter für die Hamburger Vertriebsfirma EfA, auf die Mimmi’s aufmerksam. Kurz darauf unterschreibt Fabsi den ersten Vertriebsvertrag – Das Weser Label ist jetzt auch ganz offiziell am Start und es geht im kurzen Taktschlag weiter. Weggefährten aus alten ZK Zeiten und andere befreundete Bands melden sich bei Fabsi und wollen über das Weser Label ihre Platten vertreiben.

1985 – Mit Hostages of Ayatollah, den Suurbiers und den Pandhandle Alks werden die ersten Bands Teil des Weser Labels. Auch die bald sehr erfolgreichen Goldenen Zitronen und Rumble on the Beach sind bereits Teil der großen Label Familie. Zusammen werden erste kleine Touren durch Deutschland gefahren. Ende des Jahres steht das erste große Highlight an: die Tour „We are the Champions!“ durch ganz Deutschland. Die Mimmi’s, Die Suurbiers, Panhandle Alks und die befreundeten Waltons sind zum ersten Mal zusammen unterwegs. Das letzte Konzert der Tour im Bremer Schlachthof markiert gleichzeitig das vorläufige Ende der Mimmi’s. Jobs, Krankheit und drei Jahre Bandleben im Vollgasmodus haben der Truppe um Fabsi vorerst den Rest gegeben.

Dezember 1986 – Besoffen von den Impressionen der ersten „We are the Champions“ Tournee, geht das Weser Label abermals unter demselben Namen auf Konzertreise. Die Goldenen Zitronen, Rocko Schamoni, Panhandle Alks, Rumble on the Beach und eine Band namens Bad Ladies & the Wild Lovers, die Überbleibsel der Mimmi’s, zwängen sich in den ersten Weser Label Nightliner. Ausgelegt für 12 Personen macht sich der Bus mit über 20 Musikern rund um Label Chef Fabsi auf den Weg quer durch die BRD. Während der Tournee zeichnet sich schnell ab: Mäßige Ticket- und Plattenverkäufe könnten schon bald das Ende des Weser Labels bedeuten. Die finanzielle Situation ist angespannt, die Tour läuft ins Ungewisse.

Januar 1987 – Die „We are the Champions“ Tournee biegt auf die Zielgerade ein und macht Halt in Aachen. Ein Reporter der BILD will die Goldenen Zitronen zu den Hintergründen der Single „Am Tag als Thomas Anders starb“ befragen. Doch niemand aus der Weser Label Familie äußert sich gegenüber dem Axel Springer Schundblatt. Schon am nächsten Tag steht es in großen Lettern geschrieben: „Punk-Band hasst Thomas Anders“. Es folgt ein medialer Wirbelsturm: Neben der BILD stürzen sich auch Bravo & Co. auf das Thema und sorgen nach Radio Bremen für die zweite, ungewollte Promowelle für das Weser Label. Es folgen ausverkaufte Konzerte, die Thomas Anders Single wird nochmals ausgekoppelt und verkauft sich wie geschnitten Brot. Das Weser Label überlebt – ohne auch nur ein Interview mit einem der beteiligten Boulevardblätter geführt zu haben.

Die Skandal-Single & Auslöser für unverhofften Erfolg: Am Tag als Thomas Anders starb.

Im weiteren Verlauf des Jahres 1987 erlebt das Weser Label eine 180°-Wende: von fast pleite zu einem der gefragtesten Punk Labels Deutschlands. Die zweite Auflage der Zitronen Single „Am Tag als Thomas Anders starb“ verkauft sich tausendfach und mit dem Album „Porsche, Genscher, Hallo HSV“ gelingt den Goldenen Zitronen das bis heute erfolgreichste Album in der Geschichte des Weser Labels. Mit frischem Geld in den Taschen nimmt Fabsi neue Bands und Projekte in Angriff. Bands wie Barbarella, Ludwig von 88 oder die aufstrebenden Düsseldorfer Jungs von Stunde X werden Teil der Weser Label Familie.

Dieser Trend setzt sich 1988 weiter fort. Mit der Verpflichtung der The Busters gelingt Label Chef Fabsi schon wieder ein Glücksgriff. Bis Mitte der 1990er bleibt die Ska-Truppe Fabsi treu und sorgt für mehr Veröffentlichungen als jede andere unter Vertrag genommene Band des Labels. Mit den Mimmi’s findet sich auch die Hauptband des Labels wieder zusammen. In leicht veränderter Formation, aber mit klarer Kante, meldet sich die Bremer Band mit einer eindeutigen Aussage zurück: „Gebt den Faschisten keine neue Chance!“. Die „We are the Champions“ Tour geht in die dritte Runde – ein letztes Mal zieht es die Weser Label Truppe raus in die Welt. Denn das Ende der 1980er markierte nicht nur das Ende der bundesdeutschen Trennung, sondern auch den beginnenden Niedergang des Vinyls als physischem Tonträger. Der Wechsel auf das neue CD-Format beschert Label und Kunden Wucher-Preise für Alben, Player und in der Produktion. Die Umsätze und Absatzzahlen brechen ein, der Höhenflug an der Weser wird zum Sinkflug.

Trotz einer neuen Musik-Vertriebswelt kämpft Fabsi weiter für sein Label und seine Musik. Mit den Busters erzielt er weiterhin Erfolge im Ska-Punk-Genre und mit der Kölner Band Heiter bis Wolkig wird erstmals eine Punk-Kabarett-Kombo verpflichtet. Auch wenn nicht mehr so viele Platten wie in den 80ern veröffentlicht werden: Fabsi bleibt am Ball und hält die Punkrock Fahne hoch. Doch aller Kampf schützt nicht vor privaten Schicksalsschlägen. Nach mehreren Todesfällen in den Familien der Mimmi’s-Bandmitglieder trennt sich die Band in Schockstarre 1994 nach einer Show mit Heiter bis Wolkig in Köln. Es fehlen die Worte, um eine gemeinsame Sprache zu finden, geschweige denn Songs zu schreiben oder Fun-Punk Konzerte zu spielen.

ZK - Auf der Suche nach dem heiligem Gral
Zurück zu den Anfängen: Auf der Suche nach dem heiligen Gral. Eine Compilation der Band ZK.

Ab 1996 geht es im Privatleben, wie im Label Geschäft, wieder aufwärts. Angetrieben von der Hochzeit mit der ehemaligen Mimmi’s Gitarristin Elli und der Geburt von Tochter Gina, sucht Label-Chef Fabsi neue Projekte. Dazu zählen auch Vertriebskooperationen mit ausländischen Bands wie Negu Gorriak oder Wiederveröffentlichungen von altbewährten Klängen. So erscheint beispielsweise 1996 mit der ZK Doppel-CD „Auf der Suche nach dem heiligen Gral“ eine musikalische Zusammenfassung der Toten Hosen Vorgängerband rund um Fabsi, Isi, Campino und Kuddel.

Das Jahr 1997 markiert den 15. Geburtstag des Weser Labels. Um das Jubiläum ausgiebig zu feiern, wird der Best-Of Sampler „Mega Fisch Hits – 15 Jahre Weser Label“ veröffentlicht. Zusätzlich steht Ende des Jahres das große Jubiläumskonzert an. Mit The Lurkers, Heiter bis Wolkig und Rumble on the Beach stehen gleich drei Bands auf der Bühne des Bremer Schlachthofs. Und auch Fabsi tritt zurück ans Mikrofon: Mit der Mimmi’s Nachfolgeband Fabsi & der Peanutsclub spielt er die alten Hits der Weser Label Hauptband und veröffentlicht mit „Ist doch alles Peanuts“ ein Album, das bis heute als fünftes Mimmi’s Album gilt.

Ende des Jahrtausends ist das Weser Label abermals im Umbruch. MP3-Dateien drängen über das Internet in den Markt und für physische Tonträger beginnt allmählich der endgültige Niedergang. Für Fabsi alles keine Gründe, nicht mehr in neue, spannende Musik zu investieren. So wird 1999 kurzerhand das Zweitlabel Superrock Records gegründet und bietet ab diesem Zeitpunkt Bands unterschiedlichen Genres einen sicheren Heimathafen. Jugend-Pop von Killerkouche, Emo-Rock von Soulmate oder Crossover von Flow fly schallen ab sofort durch das Label Büro.

Mitte der 2000er melden sich auch endlich die Mimmi’s zurück. 2004 gewinnt Werder Bremen das Double und bietet endlich wieder Anlass zur Freude in der Hansestadt. Und was braucht da der gemeine Werder Fan zum Feiern? Natürlich die erste Mimmi’s Single „Deutscher Meister wird nur der SVW“ als Maxi CD. Angetrieben vom Zuspruch der Fans entscheidet Fabsi sich außerdem dazu, alle alten Mimmi’s Scheiben nochmal neu als CD zu veröffentlichen.

Damit es nach der Jahrtausendwende nicht nur bei alten Songs bleibt, entern die neu-formierten Mimmi’s wieder das Studio und veröffentlichen 2005 mit „Hinsetzen, Maulhalten“ das erste Album seit acht Jahren. Auf der dann folgenden Tour begrüßt Fabsi seinen neuen Wunschgitarristen Elf in der Band. Elf, Gründungsmitglied von Slime, ist seitdem fester Bestandteil der Band und bringt sich maßgeblich in neue Songs ein.

Leider bis heute aktuell: Du bist Deutschland.

Erste Früchte trägt die Kombination aus Elf und Fabsi mit der „Du bist Deutschland“ CD-EP, die als Reaktion auf die gleichnamige 30 Millionen Euro teure Imagekampagne der damaligen Bundesregierung entsteht. Zusätzlich enthält die Platte Neuaufnahmen bekannter Punkrock-Klassiker von ZK, Male oder SYPH. Einmal in Schwung geht es bereits 2007 wieder ins Studio, um mit „Ich will alles“ das zweite Mimmi’s Album in zwei Jahren aufzunehmen. Außerdem erscheint in diesem Jahr mit „Die Mimmi’s rocken den Peanutsclub“ eine Neuauflage des „Ist doch alles Peanuts“ Albums von 1997.

Im weiteren Verlauf der langen Weser Label Geschichte rückt für Fabsi ein ursprünglich kleines Projekt immer mehr in den Mittelpunkt seines Lebens. Mit der Rock’n’Roll Butterfahrt gründet er auf der Hochseeinsel Helgoland das größte kleinste Festival der Welt und agiert seitdem nicht nur als Mimmi’s Sänger und Label-Chef, sondern auch als Captain einer bunten Piratenmeute.

2011 klopft Fabsis alter ZK-Weggefährte Isi an die Tür des Weser Labels, um die Veröffentlichung eines neuen Panhandle Alks Albums zu besprechen. Schnell sind sich die Punk-Veteranen einig und die Platte „Alkabilly lebt noch immer“ überrascht Rockabilly Freunde in ganz Deutschland.

In der Zwischenzeit erlebt das Label einen Umzug in den Taunus. Fabsis Lebensmittelpunkt definiert sich nun irgendwo zwischen Bremen, Helgoland und Hessen – und das Weser Label ist einfach immer da, wo er auch ist. Das Jahr 2013 hält dann eine kleine Sensation bereit: Die Abstürzenden Brieftauben formieren sich nach der Auflösung 2002 neu und sind mit Gründungsmitglied und Sänger Mirco und der neuen Taube Olli wieder am Start. Fabsi unterstützt die befreundete Band und leckt selbst wieder Fun-Punk-Blut.

Angetrieben von neuen Ideen rund um die Rückkehr der Brieftauben wird 2014 wieder durchgestartet. Die Mimmi’s veröffentlichen ihr siebtes Album „Fun Punk’s not dead“ und liefern damit gleichzeitig die Parole für die kommenden Abenteuer. Dem schließt sich die: „Festival der Volxmusik“ Tournee Ende des Jahres an. Wie zuvor 1990 gehen die Abstürzenden Brieftauben zusammen mit den Mimmi’s auf große Fun-Punk-Klamauk-Tournee. 24 Konzerte in Deutschland und Österreich werden innerhalb eines Monats gespielt und am Ende ist klar: Fun Punk‘s definitely not dead!

Nach dem Knallerjahr 2014 konzentriert sich Fabsi im Folgejahr wieder auf die Rock’n’Roll Butterfahrt. Zusätzlich begleitet er die Brieftauben oder die alten Kumpels von Slime als Tourneeleiter oder Merchandiser bei ihren Konzerten. Zur Freude der Fans arbeiten die Tauben auch wieder an neuen Songs. Diese finden sich im September 2016 auf dem neuen Album „Doofgesagte leben länger“. Es handelt sich dabei um die erste Brieftauben-Veröffentlichung auf dem Weser Label seit 1993 und lässt den alten Fun-Punk-Spirit aufleben: So wird die Special Edition Box kurzerhand in Pizzakartons verpackt, um den Hype um limitierte Boxen auf dem Musikmarkt ad absurdum zu führen.

Sonderveröffentlichung zum Neusser Kappeszoch 2017: Ons Nüss Helau!

Zur Karnevalsfeierei 2017 entern auch die Mimmi’s wieder auserwählte Bühnen. Die Eskalation steigert sich von Duisburg über Köln nach Düsseldorf und erreicht beim Rosenmontagszug in Neuss ihren Höhepunkt. Begleitet von mehreren hundert Fans und Mitgliedern der Rock’n’Roll Butterfahrt spielen die Mimmi’s auf einem Karnevalswagen im Piratenschiff-Design und erfüllen somit Käpt‘n Moped, einem langjährigen und engagierten Butterfahrer, posthum seinen größten Wunsch. In Gedenken an Moped wird während des Rosenmontagszugs die extra angefertigte CD-Single „Ons Nüss Helau“ der Mimmi‘s verteilt.

Ebenfalls 2017 steht mit Echoschleife die neue Band von Mimmi’s Mitbegründerin Elli in den Startlöchern. Standesgemäß erscheint das Erstlingswerk „Polaroid“ der Bremer Truppe als CD-EP auf dem Weser Label. Dass alte Freundschaften und Verbindungen bei Fabsi nie in Vergessenheit geraten, beweist auch die Veröffentlichung des neuen Heiter bis Wolkig Albums. Mit „Manifest“ meldet sich die Kölner Punk-Kabarett Truppe direkt mit einer Punkrock-Oper zurück. Das Werk erscheint als CD und beleuchtet die Missstände der aktuellen Weltsituation.

Ende 2017 wird außerdem klar: Mirco und Olli trennen sich als die Abstürzenden Brieftauben. Doch anstatt die Band wieder aufzulösen, findet Mirco in Musiker Norm einen neuen Bühnenpartner. Dass Mirco und Norm auch im Studio wunderbar harmonieren, davon können sich Tauben Fans 2018 auf der 4-Track CD „Das war ich nicht“ selbst überzeugen. Die Weser Label-Veröffentlichung wird zunächst auf den Konzerten, später auch im Netz verkauft.

2018 treten auch die Panhandle Alks wieder ins Rampenlicht. 37 Jahre nach ihrer Gründung haut die Truppe um das ehemalige ZK-Mitglied Isi wieder ein Album raus. „Getanzt wurde trotzdem“ besticht mit Liedern über Lebensfreude, Feierei und Blödsinn, schlägt aber auch ruhigere Töne an. Dass dieses Album überhaupt das Licht der Welt erblickt, ist abermals Label-Chef Fabsi zu verdanken. Nach einigen persönlichen Rückschlägen ermutigt Fabsi seinen alten Freund Isi, nochmal musikalisch Gas zu geben.

Im April 2019 steht mit der Neuauflage von „Porsche, Genscher, Hallo HSV“ der Goldenen Zitronen, die erfolgreichste Langspielplatte des Weser Labels abermals im Verkaufsregal. 32 Jahre nach der Erstpressung von 1987, erfüllt Label Chef Fabsi vielen Zitronen-Fans mit der umfangreichen Neuauflage einen großen Wunsch und belebt sogar die legendäre „Anti CD“ wieder.

Ab März 2020 steht dann die Welt still: Die Corona-Pandemie hat alles im Griff. Veröffentlichungen werden verschoben, Konzerte abgesagt und auch Fabsi und das Weser Label leiden. So muss Fabsis geliebte Rock’n’Roll Butterfahrt gleich drei Jahre in Folge aussetzen, ehe der Captain & seine Crew 2023 die Düne von Helgoland wieder entern können.

Ebenfalls betroffen: Das 40-jährige Jubiläum des Weser Labels. Ursprünglich für April 2022 geplant, finden die Festivitäten ein Jahr später standesgemäß in Bremen statt. Als besonderes Highlight stehen Die Mimmi’s in der alten Besetzung von 1986 bis 1990 mit Elli, Sylke, Lars & Fabsi auf der Bühne. Nicht ohne Grund: Elli, Mitbegründerin der Mimmi’s, bestreitet ihren letzten Liveauftritt. Ein letztes Mal steht sie mit ihrer Band Echoschleife und den Mimmi’s auf der Bühne und verabschiedet sich vor einem frenetischen Publikum im Bremer Lagerhaus von über 40 Jahren Livemusik.

Mit den Eindrücken der Mimmi’s Auftritten beim Weser Label Jubiläum und der ersten Rock’n’Roll Butterfahrt seit drei Jahren, will es Fabsi und die Band im Herbst 2023 nochmal wissen. Gemeinsam mit den Freunden von Elfmorgen gehen Die Mimmi’s auf große „Enkeltrick Tour“. 10 Tage – 10 Konzerte. Beide Bands halten den Wahnsinn gemeinsam durch und wachsen noch freundschaftlicher zusammen.

In den folgenden Jahren lässt Fabsi die Labelarbeit ruhiger angehen. Auch Die Mimmi’s spielen nur sporadisch. Der Fokus liegt bei Fabsi auf der Rock’n’Roll Butterfahrt und seinen unzähligen Jobs in der Konzertbranche. Elf & Nici sind im Dauereinsatz bei Slime, welche sich rund um den neuen Sänger Tex Brasket wieder formiert haben. Zum Unglück der Mimmi’s Fangemeinde fallen zudem einige der wenigen geplanten Shows krankheitsbedingt aus.

Doch das Weser Label und Fabsi stehen seit jeher für den Blick in die Zukunft – immer bereit für das nächste Abenteuer. Für 2026 werden große Pläne geschmiedet, neue Songs geschrieben, Konzerte geplant: Auch nach über 40 Jahren geht es immer weiter und der nächste Rock’n’Roll Freitag wartet schon bereits.

„Uns gibt es immer noch – wir sind schon wieder da!
Wir gehn‘ euch auf den Sack, so wie es früher war!“

(Die Mimmis – „Immer noch“ vom Album „Hinsetzen Maulhalten“; 2005)